Propagandhi

Rezensionen Where Quantity is Job:

BLURR:
Der Titel sagt es schon, Quantität statt Qualität. Somit ist auch nicht jeder der 28 Songs ein Hit. Eininge Songs sind live, andere 6 Jahre alt, wieder andere sind einfach nur Hits. Einige Ausfälle gibt es auch, aber eher wenige, oder doch überhaupt nicht. Alles zusammen ist es nicht nur ein guter Überblick über das Schaffen von PROPAGANDHI, sondern einfach eine gute Platte. Alle Songs sind in diesen Versionen unveröffentlicht. Das booklet ist fett, die Texte gewohnt gut, die Fotos lustig und das layout scheiße. Wer sie nicht kennen sollte ist jetzt am Zug. Perfekter Melodic-HC in Richtung NO FX mit sehr guten politischen lyrics. Mehr braucht man nicht um immer Sommer zu haben und beim Surfen nicht zu vergessen, daß wir ja die Welt verändern wollten, oder sowas...

PLASTIC BOMB:

Für Leute des Melodiecores wird hier ein fetter Happen serviert. Knapp 70 Minuten gibt es die volle Breitseite. Sachen die ausverkauft sind, verschieden Demoversionen + Livetracks gibt es zu hören. Ich persönlich kann mit diesem Sound nichts mehr anfangen, aber diese Scheibe wird sich bestimmt bestens verkaufen. (Frank)

ZILLO:

Eine Cd mit über 70 Minuten Spielzeit stellt in der heutigen Zeit sicherlich eine Außnahme dar. Doch von der kanadischen Melody- Punk-Band ist so etwas nichts ungewöhnliches. Zwar wurden alle Stück schon irgendwo veröffentlicht, sei es nun auf Split 10 inches, Benefizsamplern oder eigenen Singles : Also kein Ausschuß sondern ein Versuch, die größtenteils vollständig vergriffenen Kleinstauflagen dem Fan und Sammler zugänglich zu machen. PROPAGANDHI, deren eigenes Label G-7 in Deutschland von B.A.Records betreut wird, haben dann auch einige Anspieltips in Sachen melodischem Hardcore zu bieten. Neben dem " Utter crap song" gehören vor allem " Haillie does hebron" und die textlich sicher nicht ganz ernstzunehmende Liveaufnahme von "Ska sucks" zu den Höhepunkten auf " Where Quantity is job #1". Politisch im linken Spektrum organisiert und aktiv, unterscheiden sich Propagandhi deutlich von ähnlichen Bands dieses Genres. Bootlegger, die sich an ihrer so erfolgreichen Veröffentlichung " I#d rather be flag-burning" bereichert haben, werden durch das Re-release von offizieller Seite nochmals öffentlich gewarnt, so etwas nicht wieder zu tun. Zu allen Lyricsgibt es im booklet einen kurzen Blick hinter die Kulissen, was auch für nicht eingefleischte Hardcore-fans den Zugang zu PROPAGANDHI deutlich erleichtert. Frank Keil

Zurück